Archiv für Januar 2012

“Change Best” ist ein europäisches Projekt, dass vor dem Hintergrund einer EU-Richtlinie, nach der in den Mitgliedsstatten die Energieverbräuche bis zum Jahr 2016 um mindestens 9 Prozent gesenkt werden müssen, Projekte und Energiedienstleistungen fördert mit deren Hilfe Energiekosten gespart werden sollen. Darunter fallen Maßnahmen sowohl für Unternehmen als auch für Privatpersonen. Am 29.Februar findet in Berlin eine deutsche Abschlussveranstaltung statt, wo unter anderem von Professor Dr. Wolfgang Irrek von der Hochschule Ruhr West Ergebnisse vorgestellt werden. Zur Schaffung vernünftiger Rahmenbedingungen um Ergebnisse der energieeffizienten Projekte auch als vermarktungsfähige Produkte im größeren Stil vermarkten zu können ist die Hilfe der Politik nötig so Prof. Irrek, die Bereitschaft der Unternehmen in diese Richtung aktiver zu werden ist angeblich sehr groß. Kein Wunder: Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt in der Gesellschaft immer mehr an Bedeutung und auch die Verbraucher unterstützen diesen Trend: Die Nachfrage nach nachhaltigen Produkten wird immer größer und wirtschaftlich werden nachhaltige Produkte so immer interessanter für die Unternehmen. Noch sind EU-Projekte wie “Change Best” wohl nötig um energieeffizientere und umweltfreundlichere Produkte marktreif zu machen, doch gerade auf dem deutschen Markt ist kann man optimistisch sein, dass Angebot und Nachfrage dies bald alleine regeln.

Die Herabstufung einzelner Euroländer und die des europäischen Rettungsfonds durch die etablierten, ausschließlich amerikanischen Ratingagenturen hat ja in ganz Europa zu heftigen Diskussionen geführt. Manch einer sagt, hier wird den Politikern zu Recht der Spiegel vorgehalten und das schlechte Wirtschaften aufgedeckt, andere argumentieren die Rating-Agenturen würden selbst Politik machen, und zwar im Sinne der anglo-amerikanischen Wirtschaftsinteressenvertreter. Daher fordern viele europäische Politiker den Aufbau einer eigenen Rating-Agentur als Gegengewicht zu den amerikanischen Ratingagenturen. Wenn die amerikanischen Rating-Agenturen wirklich Politik machen und Einfluss zu nehmen versuchen auf politische Entscheidungen in Europa macht das natürlich Sinn. Falls der ein oder andere Politiker durch die Einführung einer europäischen Rating-Agentur dagegen hofft selbst Einfluss auf die Bewertungen der Agenturen nehmen zu können wäre das natürlich eher ein negatives Projekt. Aber wie auch immer: Dass alle Rating-Agenturen in den USA beheimatet sind kann nicht wirklich sinnvoll sein, insofern sind einflussreiche, unabhängige Ratingagenturen in Europa (und auch anderen Teilen der Welt) grundsätzlich zu begrüßen. Aber wie sieht es da konkret aus mit den Plänen?

Die Unternehmensberatung Roland Berger gilt derzeit als Favorit für die Organisation eines Aufbaus einer europäischen Ratingagentur als Gegengewicht zu S&P, Moody’s und Fitch. Doch Probleme gibt es aktuell bei der Finanzierung. Berger beziffert das nötige Kapital dafür mit 300 Millionen Eure, dass von 30 Investoren zu je 10 Millionen Euro bereitgestellt werden soll (Quelle: Financial Times Deutschland), vor allem von Banken. Aktuell stockt die Finanzierung, ob das Projekt ein Erfolg wird bleibt abzuwarten.

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