Archiv für die Kategorie „Sozialpolitik“

GENDERA ist ein europäisches Projekt mit dem Ziel die Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern im europäischen Forschungsraum zu verbessern. Dazu hat die EU-Kommission innerhalb des 7.Forschungsrahmenprogramms (November 2009 – April 2012) knapp 800.000 Euro bereitgestellt. Insgesamt werden im EU-Projekt GENDERA 64 verschiedene erfolgreiche Maßnahmen dokumentiert, bei denen Forscherinnen unterstützt werden. Ein paar Zahlen: In Europa liegt die Frauenquote im Bereich der Forschung bei 30 Prozent (in Deutschland sogar nur bei 21 Prozent), höhere Professorenstellen sind nur zu 12 Prozent von Wissenschaftlerinnen besetzt.
Zu dem Projekt GENDERA findet am 19. und 20.März 2012 in Stuttgart eine internationale Konferenz statt. Für Interessierte gibt es hier weitere Informationen.

Das EU-Parlament hat beschlossen das Jahr 2012 zum “Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen” zu erklären. Vor dem Hintergrund des demographischen Wandels und des immer weiter wachsenden Anteils älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung sollen Staaten, Institutionen, Sozialpartner, die Wirtschaft und die Zivilgesellschaft das Thema im jahr 2012 in den Mittelpunkt des Interesses rücken. Ziel ist es öffentlichkeitswirksam ein besseres Verständnis für das Altern und die damit zusammenhängenden Probleme zu schaffen. Speziall angesprochene Themen sollen hierbei sein die Chance durch ein längeres Bleiben im Erwerbsleben Erfahrungen weiterzugeben, durch entsprechende Lebensweisen gesund und zufrieden zu altern sowie sich auch im Alter noch aktiv am gesellschaftlichen leben zu beteiligen. Aktives Altern wird hierbei als “Schlüssel zur Solidarität” zwischen den Generationen bezeichnet.

Der Münchener Kardinal Marx hat die in seinen Augen einseitig wirtschaftliche Ausrichtung Europas kritisiert. Tiefere, menschliche Werte sollten für das Zusammenleben in Europa wichtiger sein als Einschätzungen von Rating-Agenturen, aus dessen Folge eine rein wirtschaftliche Betrachtung des Alltags und der Gesellschaft resultiert. In diesem Zusammenhang lobte Marx Veranstaltungen wie das Weltpfadfindertreffen oder den katholischen Weltjugendtag, wo menschliche Begegnungen, Erfahrungsaustausch und Gemeinschaft gelebt werden. Ziel sei es sprachliche und kulturelle Grenzen zu überwingen um den gegenseitigen Respekt, Solidarität und Mitmenschlichkeit zu fördern. Die Kirche könne hier laut Marx eine Vorreiterrolle spielen, um den Respekt vor der gleichen Würde aller Menschen zu unterstützen.

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